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Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

  2008 2007 08/07
Werte in Millionen €     Veränd. in %
       
Umsatzerlöse 95.873 99.399 -4
Umsatzkosten (74.314) (75.404) -1
Bruttoergebnis vom Umsatz 21.559 23.995 -10
Vertriebskosten (9.204) (8.956) +3
Allgemeine Verwaltungskosten (4.124) (4.023) +3
Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten (3.055) (3.158) -3
Sonstiges betriebliches Ergebnis 780 27 .
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen (998) 1.053 .
Übriges Finanzergebnis (2.228) (228) .
Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT)1 2.730 8.710 -69
Zinsergebnis 65 471 -86
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.795 9.181 -70
Ertragsteuern (1.091) (4.326) -75
Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 1.704 4.855 -65
Ergebnis aus aufgegebenen Aktivitäten, nach Steuern (290) (870) -67
Konzernergebnis 1.414 3.985 -65
Auf Minderheitsanteile entfallender Gewinn (66) (6) .
Ergebnisanteil der Aktionäre der Daimler AG 1.348 3.979 -66
1 EBIT enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (2008: 429 Mio. €; 2007: 444 Mio. €).

Im Jahr 2008 erreichten die Umsatzerlöse von Daimler 95,9 Mrd. € und lagen mit -3,5% unter dem Niveau des Vorjahres (99,4 Mrd. €). Bereinigt um Währungseffekte und Veränderungen im Konsolidierungskreis war ein Rückgang von 1,3% zu verzeichnen. Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung können dem Lagebericht entnommen werden.

Die Umsatzkosten entwickelten sich im Berichtsjahr mit -1,4% auf 74,3 (i. V. 75,4) Mrd. € nicht in derselben Intensität wie die Umsatzerlöse. Das Bruttoergebnis vom Umsatz reduzierte sich dementsprechend von 24,1% auf 22,5%. Der Rückgang der Umsatzkosten ist zusätzlich zu dem rückläufigen Pkw-Absatz im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen infolge erzielter Effizienzgewinne sowie auf Wechselkurseffekte zurückzuführen.

Die Vertriebskosten erhöhten sich von 9,0 Mrd. € auf 9,2 Mrd. € im Jahr 2008. Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen betrug 9,6% (i. V. 9,0%). Der Anstieg steht im Zusammenhang mit höheren Wertberichtigungen für Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsgeschäft sowie den Aufwendungen infolge der Neuausrichtung von Daimler Trucks North America (0,1 Mrd. €).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten um 2,5% auf 4,1 (i. V. 4,0) Mrd. €. Dieser Anstieg war im Wesentlichen bedingt durch Aufwendungen im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Neuausrichtung von Daimler Trucks North America (0,1 Mrd. €). Höhere Aufwendungen für Beratungs- und IT-Leistungen konnten durch Effizienzgewinne kompensiert werden. Der Anteil der Verwaltungskosten an den Umsatzerlösen nahm im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund der gesunkenen Umsatzerlöse um 0,3% Punkte auf 4,3% zu.

Die Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf 3,1 (i. V. 3,2) Mrd. €; der Anteil an den Umsatzerlösen lag bei 3,2% (i. V. 3,2%). Insgesamt nahmen die Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Konzerns, die zusätzlich zu den in der Periode aufwandswirksam erfassten Bestandteilen auch die aktivierten Umfänge beinhalten, im Jahr 2008 deutlich zu (2008: 4,4 Mrd. €; 2007: 4,1 Mrd. €). Informationen zu den Schwerpunkten der Forschungs- und Entwicklungsleistungen enthalten die Ausführungen des Lageberichts).

Der Anstieg des sonstigen betrieblichen Ergebnisses auf 0,8 Mrd. € (i. V. 27 Mio. €) ist mit 0,4 Mrd. € auf Erträge infolge des Verkaufs von Grundstücken und Gebäuden am Potsdamer Platz zurückzuführen. Ferner sind geringere Aufwendungen im Zusammenhang mit Haftungs- und Prozessrisiken angefallen.

Im Jahr 2008 belief sich das Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen auf -1,0 (i. V. 1,1) Mrd. €. Der deutliche Rückgang steht überwiegend im Zusammenhang mit unserer Beteiligung an Chrysler (2008: anteiliger Verlust von 1,4 Mrd. €; 2007: anteiliger Verlust von 0,4 Mrd. €). Darüber hinaus war das Vorjahresergebnis durch höhere Erträge infolge der Übertragung von EADS-Anteilen geprägt (2008: 0,1 Mrd. €; 2007: 1,5 Mrd. €). Der anteilige Ergebnisbeitrag von EADS verbesserte sich im Berichtsjahr auf 0,2 Mrd. € (i. V. 13 Mio. €).

Das übrige Finanzergebnis entwickelte sich von -0,2 Mrd. € im Vorjahr auf -2,2 Mrd. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der deutliche Rückgang des übrigen Finanzergebnisses ist mit -1,7 Mrd. € auf Wertberichtigungen von Darlehen und sonstigen Chrysler-bezogenen Vermögenswerten zurückzuführen. Ferner enthielt das Ergebnis des Vorjahres einen Gewinn von 0,1 Mrd. € aus der Marktbewertung von Derivaten, die im Zusammenhang mit der Übertragung von EADS-Anteilen abgeschlossen wurden.

Für 2008 weist der Konzern ein positives Zinsergebnis von 0,1 (i. V. 0,5) Mrd. € aus. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses ist die Folge höherer Zinsaufwendungen und gesunkener Zinserträge aufgrund einer niedrigeren durchschnittlichen Liquidität im Jahr 2008. Ferner trugen geringere erwartete Renditen auf die Pensionsplanvermögen sowie höhere Aufwendungen im Rahmen der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen zu diesem Rückgang bei.

Die Ertragsteuern beliefen sich im Berichtsjahr auf 1,1 (i. V. 4,3) Mrd. €; die Steuerquote lag bei 39%. Die im Vergleich zum erwarteten Steuersatz etwas erhöhte Steuerquote im Jahr 2008 ist unter anderem bedingt durch die Bildung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern bei ausländischen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus sind im Vorsteuerergebnis Verluste im Zusammenhang mit unserer Beteiligung an Chrysler enthalten, die teilweise zu keinem entsprechenden Steuerertrag geführt haben. Im Vorjahr resultierte die hohe Steuerquote (47%) bzw. der hohe Ertragsteueraufwand größtenteils aus Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern im Zusammenhang mit Chrysler; bis zur Entkonsolidierung von Chrysler waren die latenten Steuern in den Chrysler-Einheiten aktiviert und ergaben sich aufgrund zeitlicher Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die aktiven latenten Steuern sind zwar weiterhin dem Daimler-Konzern zuzurechnen, aufgrund der Chrysler-Transaktion haben sich allerdings die Voraussetzungen für die Realisierung der künftigen Steuervorteile verändert, so dass im Vorjahr eine Abwertung in Höhe von 2,2 Mrd. € auf die aktiven latenten Steuern vorgenommen werden musste. Weitere Informationen zu den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag können der Anmerkung 8 des Konzernanhangs entnommen werden.

Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten betrug 1,7 (i. V. 4,9) Mrd. €. Der Rückgang spiegelt vor allem das auf 2,7 (i. V. 8,7) Mrd. € verminderte EBIT und geringere Steueraufwendungen wider. Das entsprechende Ergebnis je Aktie lag bei 1,71 € (i. V. 4,67 €).

Das Ergebnis aus aufgegebenen Aktivitäten (nach Steuern) belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf -0,3 (i. V. -0,9) Mrd. €. Der Aufwand des Jahres 2008 betraf im Wesentlichen an unser Joint-Venture Beijing Benz-Daimler-Chrysler Automotive zu erstattende Kosten, die im Zusammenhang mit der Abgabe der Mehrheit an den Chrysler-Aktivitäten stehen (für weitere Informationen siehe Anmerkung 2 des Konzernanhangs). Das Vorjahresergebnis von -0,9 Mrd. € beinhaltet das operative Ergebnis, das Zinsergebnis und die Ertragsteuern der Chrysler-Aktivitäten bis zum 3. August 2007 sowie das Ergebnis aus der Entkonsolidierung.

Das Konzernergebnis lag bei 1,4 (i. V. 4,0) Mrd. €; das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,41 (i. V. 3,83) €.